Persönlichkeitsstile

Die vier Grundtypen im DISG-Persönlichkeitsmodell

Erklärung und Analyse der DISG-Typen

Das DISG-Modell unterscheidet vier grundlegende Persönlichkeitsstile:

  • Dominant (D): Menschen mit diesem Typ handeln entschlossen, sind zielorientiert und direkt. Sie übernehmen gern Verantwortung und treffen Entscheidungen auch unter Druck.

Farbe: ROT

  • Initiativ (I): Personen dieses Typs sind kontaktfreudig, begeisterungsfähig und kommunikativ. Sie bringen Dynamik und Motivation ins Team und überzeugen andere mit ihrer positiven Art.

Farbe: GELB

  • Stetig (S): Dieser Stil steht für Geduld, Zuverlässigkeit und Teamgeist. Menschen mit stetigem Verhalten sind einfühlsam, unterstützen Kolleg*innen und schaffen Stabilität im Arbeitsumfeld.

Farbe: BLAU

  • Gewissenhaft (G): Gewissenhafte Typen analysieren sorgfältig, arbeiten strukturiert und achten auf Details. Sie planen vorausschauend und sorgen für Präzision bei der Umsetzung von Aufgaben.

Farbe: GRÜN

Um diese Typen zu erkennen und zu analysieren, werden meist standardisierte Fragebögen oder Selbstbeurteilungen eingesetzt. Dabei werden Verhaltenspräferenzen, Kommunikationsstil und Arbeitsweise bewertet. Die Ergebnisse helfen, die eigene Persönlichkeit besser einzuschätzen, Stärken gezielt einzusetzen und die Zusammenarbeit in Gruppen zu verbessern.

Kreatin

Kreatin und seine Wirkung

Kreatin ist eine organische Verbindung, die im menschlichen Körper natürlich vorkommt und vor allem in den Muskeln gespeichert wird. Es wird aus den Aminosäuren Glycin, Methionin und Arginin in der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse gebildet. Kreatin spielt eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung der Muskelzellen, insbesondere bei kurzen, intensiven körperlichen Belastungen. Ein bis zwei Gramm produziert unser Körper pro Tag – und etwa zwei Gramm verbraucht er im gleichen Zeitraum.

Auch über die Nahrung nehmen wir Kreatin auf – vor allem über Fleisch und Fisch, aber in geringen Mengen auch durch Milcherzeugnisse. Obst und Gemüse enthalten praktisch kein Kreatin. Vegetarier und Veganer haben oft geringere Reserven, was eine Supplementierung interessant machen kann.

Als Nahrungsergänzungsmittel wird meist Kreatin-Monohydrat angeboten – ein weißes, geschmacksneutrales Pulver, das sich leicht in Wasser löst. Seine Wirkung im Bereich des Kraft- und Leistungssports ist gut untersucht.

Wie wirkt Kreatin im Körper?

90 bis 95 Prozent des Kreatins steckt in der Muskulatur und spielt dort eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung. Ein Teil wird zu Kreatinphosphat umgewandelt – dem entscheidenden Energielieferanten bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprinten oder Krafttraining.

Denn: Bei jeder Muskelkontraktion verbraucht der Körper Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP). Bei intensivem Training sind die ATP-Speicher nach wenigen Sekunden leer. Hier kommt jetzt das Kreatinphosphat ins Spiel: Es stellt dem Körper schnell neues ATP zur Verfügung.

Die Folge: Die Muskeln regenerieren sich beispielsweise beim Gewichtheben zwischen den Trainingsrunden schneller. Der Körper kann bei kurzen, intensiven Belastungen mehr Explosivität und Kraft aufbringen. Insgesamt ermöglicht Kreatin größere Trainingsvolumina, was langfristig den Muskelaufbau unterstützt.

Kreatin und die Psyche

Kreatin hat nicht nur Auswirkungen auf die Muskulatur, sondern rückt zunehmend auch wegen seiner möglichen Effekte auf die Psyche in den Fokus der Forschung. Da Kreatin im Gehirn als Energielieferant für Nervenzellen dient, könnte es dazu beitragen, geistige Ermüdung zu verringern sowie Konzentration und Stimmung bei Schlafmangel oder Stress zu verbessern.

Berufsorientierung

Berufsorientierung im Wandel

Vielfältigere Berufe, veränderte Prioritäten, neue digitale Zugänge

Was will ich mal werden? Mit dieser Frage sind Jugendliche und junge Erwachsene im Zuge ihrer schulischen Bildung immer wieder konfrontiert, ob bei Infoveranstaltungen, Beratungsgesprächen und Praktika. Gleichzeitig wird die Antwort immer komplizierter. Während sich neue Berufsfelder eröffnen, klassische Tätigkeiten neu gedacht und die Wege in Ausbildung, Studium und Beruf vielfältiger werden, kann man schnell den Überblick verlieren.

Jugendliche müssen daher gleich mehrere Schritte meistern: Sie müssen die eigenen Kompetenzen, Ziele und Interessen kennenlernen, sich Orientierung verschaffen und mit den konkreten Anforderungen der Arbeitswelt auseinandersetzen. Berufsorientierung soll sie dabei unterstützen.

Berufsorientierung bezeichnet den Prozess, in dem Jugendliche und junge Erwachsene ihre eigenen Interessen, Fähigkeiten und Ziele erkennen und sich mit den unterschiedlichen Möglichkeiten in der Arbeitswelt auseinandersetzen. Sie umfasst sowohl die Vermittlung von Wissen über verschiedene Berufsfelder als auch die Unterstützung bei der persönlichen Entscheidungsfindung.

Ziel der Berufsorientierung ist es, jungen Menschen zu helfen, einen passenden Weg in Ausbildung, Studium oder Beruf zu finden und sie auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorzubereiten.

Dabei steht im Mittelpunkt, dass jeder Einzelne seine Kompetenzen und Wünsche reflektiert und eigenständig Entscheidungen treffen kann. Berufsorientierung soll dazu beitragen, Orientierung zu schaffen, Selbstwirksamkeit zu fördern und einen reibungslosen Übergang von der Schule in das Berufsleben zu ermöglichen.

Vielfältige Berufe, veränderte Prioritäten

Die Anforderungen an berufliche Orientierung sind indes gewachsen. Die Berufe sind heterogener und moderner geworden.

Hilfreich für die Berufswahl ist es die Jugendlichen viel ausprobieren zu lassen. Eine Möglichkeit bieten praxisnahe Formate außerhalb des Unterrichts: zum Beispiel in Ferienprogrammen zur Berufsorientierung, Projektwochen oder Praktika können Jugendliche Berufe kennenlernen und ausprobieren – ohne den Druck schulischer Leistungsbewertung. Auch Begegnungen mit realen Bildungs- und Berufsbiografien spielen eine zentrale Rolle: Gespräche mit Auszubildenden oder Studierenden machen Wege greifbar und unterstützen Jugendliche dabei, eigene Entscheidungen einzuordnen. Zudem sollten Eltern als Berufswahlmultiplikatoren miteinbezogen werden.

Digital, individuell, ergänzend

Digitale Angebote können zudem analoge Formate sinnvoll ergänzen. Apps zur Berufs- und Studienorientierung, etwa mit spielerischen Elementen oder individualisierten Abfragen, ermöglichen Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zu eigenen Interessen und Fähigkeiten. Ziel muss es sein, dass jede Schülerin und jeder Schüler den eigenen Weg findet.

Darüber hinaus eröffnen Virtual-Reality-Anwendungen neue Zugänge: Mit VR-Brillen lassen sich ganze Arbeitsumgebungen simulieren. Das sorgt für ein Aha-Erlebnis und es verändert zum Beispiel den Blick aufs Handwerk. Digitale Berufsorientierung ersetzt zwar keine persönlichen Erfahrungen, kann aber Orientierung vertiefen, Neugier wecken und Entscheidungsprozesse vorbereiten.

Weiterbildungsförderung durch das Land SH

Fördermittel „Weiterbildungsbonus SH“ vom Land

Finanzielle Unterstützung für Unternehmen und Weiterbildungswilligen vom Land Schleswig-Holstein

Angesichts eines hohen Arbeits- und Fachkräftebedarfs in fast allen Branchen fördert das Land mit dem „Weiterbildungsbonus SH“ insbesondere Weiterbildungen von Erwerbstätigen in den Themenfeldern „Digitalisierung“, „Erneuerbare Energien“, „Pflege“ und „Handwerk“. Gerade für Erwerbstätige in kleinen und mittleren Unternehmen wird lebenslanges Lernen notwendig, um den Qualifikationsanforderungen, die durch den technologischen und digitalen Wandel steigen, gerecht zu werden. Hierdurch unterstützt das Land die Unternehmen auch bei der Fachkräftesicherung.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Seminarkosten der beruflichen Weiterbildung. Weiterbildung ist die Fortsetzung, Wiederaufnahme oder Ergänzung organisierten Lernens außerhalb der Bildungsgänge der allgemein bildenden Schulen und der beruflichen Erstausbildung (vgl. § 2 Abs. 3 Weiterbildungsgesetz Schleswig-Holstein – WBG). Die Maßnahme dient der Erhaltung und Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten und deren Anpassung an sich wandelnde Anforderungen, dem beruflichen Aufstieg oder dem Übergang in eine andere berufliche Tätigkeit (vgl. § 3 Abs. 6 WBG).

Inhalte von Weiterbildungen

Grundsätzlich können nur Weiterbildungen gefördert werden, die dem beruflichen Fortkommen bzw. der Weiterentwicklung des beruflichen Qualifikationsprofils dienen. Zudem sollte die Weiterbildung in Schleswig-Holstein stattfinden. Sofern keine entsprechende Weiterbildung in Schleswig-Holstein angeboten wird, ist eine Begründung im Antragsformular anzugeben.


Ausgeschlossen sind Weiterbildungen, die


 weniger als 16 Zeitstunden einschließlich pädagogisch begründeter Pausen umfassen;
 ein begleitendes Coaching bzw. Training beinhalten;
 dem Erlernen und/oder dem Erwerb von Sprachen dienen;
 dem Erwerb eines Führerscheins jeglicher Art dienen;
 bereits durch eine andere Stelle gefördert werden bzw. für deren Förderung bereits ein Antrag bei einer anderen Stelle gestellt wurde, z. B. Programme, die durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) bezuschusst werden. Diese Programme bzw. Mittel sind dann vorrangig in Anspruch zu nehmen;
 im Rahmen des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) gefördert werden bzw. für die ein entsprechender Antrag gestellt wurde;
 bei Landwirtschaftskammern durchgeführt werden.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Die Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als Anteilfinanzierung mit Höchstbetragsbegrenzung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Der Zuschuss für Zuwendungsempfänger/-innen wird als Pauschalsatz in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro pro Weiterbildung gewährt.
Der/die Arbeitgeber/-in muss sich mit (mindestens) 40 Prozent an der Finanzierung der förderfähigen Gesamtausgaben beteiligen.

Weitere Informationen im Detail unter https://www.ib-sh.de/produkt/a3-weiterbildungsbonus-schleswig-holstein/

Dazu gehören auch spezielle Fragen zu den Förderkriterien, den FAQs