Gesunder Schlaf

Was versteht man unter gesundem Schlaf?

Gesunder Schlaf ist essenziell für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden. Dabei ist es nicht nur die Dauer des Schlafs, die zählt, sondern auch die Qualität. Er ermöglicht dem Körper, sich zu regenerieren, und unterstützt kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Konzentration.

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Und das nicht ohne Grund, denn Schlaf ist ein Zustand, in dem sich unser Körper und unsere Psyche erholen und regenerieren könne. Genau dieser Zustand ist von großer Bedeutung für unsere Gesundheit.

Aber wie genau funktioniert gesunder Schlaf?

Grundsätzlich sind es 3 Faktoren, die einen erholsamen Nachtschlaf ausmachen.

Entscheidend sind:

  • Eine ausreichende Schlafdauer
  • Eine angemessene Schlafqualität
  • Das Erleben aller Schlafphasen

Wie viel Schlaf ist gesund?

Eine empfohlene Schlafdauer lässt sich nicht auf die Stunde genau festlegen, da sie ja nach Alter und individuellen Bedürfnissen variiert. Während Kinder ab 6 Jahren etwa 9 Stunden schlafen, sind bei Erwachsenen im Allgemeinen etwa 7 Stunden Schlaf pro Nacht üblich. Im höheren Alter nimmt das Schlafbedürfnis für gewöhnlich wieder ab.

Tatsächlich hat jeder Mensch jedoch sein eigenes, individuelles Schlafbedürfnis und benötigt oft mehr oder weniger Schlaf al die allgemeinen Empfehlungen. Um die eigene optimale Schlafdauer zu bestimmen, ist es wichtig, auf die Signale des Körpers zu achten und eine regelmäßige Schlafroutine entsprechend dem eigenen Schlafbedürfnis zu etablieren.

Schlafprobleme sind keine Seltenheit

Ein tiefer und erholsamer Schlaf in der Nacht ist für viele Menschen jedoch nicht selbstverständlich und Schlafprobleme können sich vielseitig äußern:

Anzeichen für eine Schlafstörung können u. a. sehr lange Einschlafphasen oder das mehrmalige Aufwachen und Wachliegen in der Nacht sein. Auch eine zu lange Schlafdauer, nach der man sich trotzdem nicht erholt fühlt, kann als Schlafproblem gelten. Laut einer Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschlandplagen viele Erwachsene Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten. So gab ca. ein drittel der Befragten an, in den 4 Wochen vor der Befragung Ein- oder Durchschlafstörungen gehabt zu haben. Etwa ein Fünftel berichtete, zusätzlich eine schlechte Schlafqualität gehabt zu haben.

Die verschiedenen Schlafphasen

Vom Müde werden in der Einschlafphase über die die Tiefschlafphase bis zur Traumphase (sog. REM-Schlaf):

Unser Nachtschlaf besteht aus wiederkehrenden Schlafzyklen mit verschiedenen Schlafphasen

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Schlafphasen zwischen Non-REM-Phasen und REM-Phasen. Die Abkürzung REM steht hier für die englische Bezeichnung „Rapid Eye Movement“. Ins Deutsche übersetzt, entspricht dies schnellen Augenbewegungen, die für die REM-Phasen charakteristisch sind und in der Non-REM-Phase entsprechend fehlen. Jeder einzelne Zyklus besteht aus beiden Phasen, die sich aber nicht nur durch die Augenbewegungen, sondern auch durch die Gehirnaktivitäten unterscheiden.

Diese Zyklen wiederholen sich etwa alle 90 – 110 Minuten. In einer erholsamen Nacht, in der wir durchschlafen, durchlaufen wir etwa 4 – 5 dieser Schlafzyklen. Durchschlafen ist dabei nur relativ zu verstehen, denn es kann durchaus vorkommen, dass wir zwischen 2 Schlafzyklen kurz aufwachen.

Schlafdauer

Die ideale Schlafdauer variiert je nach Alter. Erwachsene sollten im Schnitt zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht schlafen. Kinder und Jugendliche benötigen mehr Schlaf, um ihr Wachstum und ihre Entwicklung zu unterstützen.

Schlafqualität

Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Schlafs ist entscheidend. Ein ungestörter Schlafzyklus mit ausreichenden Tiefschlaf- und REM-Phasen sorgt dafür, dass wir erfrischt und ausgeruht aufwachen. Häufiges Aufwachen oder lange Wachphasen in der Nacht können die Schlafqualität beeinträchtigen.

Schlafumgebung

Ein ruhiges, dunkles und kühles Schlafzimmer fördert einen erholsamen Schlaf. Eine bequeme Matratze und Kissen sowie das Vermeiden von elektronischen Geräten vor dem Schlafengehen können ebenfalls dazu beitragen, die Schlafqualität zu verbessern.

Schlafroutine

Regelmäßige Schlafenszeiten helfen, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Rituale wie das Lesen eines Buches oder eine warme Tasse Tee vor dem Zubettgehen können den Körper auf den Schlaf vorbereiten.

Gesunder Schlaf ist also nicht nur eine Frage der Schlafdauer, sondern auch der Qualität und der richtigen Umgebung. Indem wir auf diese Faktoren achten, können wir unseren Schlaf und damit unser allgemeines Wohlbefinden nachhaltig verbessern.