Bildungsurlaub 2026

In fast allen Bundesländern – bis auf Bayern und Sachsen – haben Angestellte das Recht, einmal im Jahr Bildungsurlaub zu nehmen. Das bedeutet, sie können sich für fünf Tage pro Jahr zu Weiterbildungszwecken von der Arbeit freistellen lassen, während ihr Gehalt weitergezahlt wird. Dennoch wird Bildungsurlaub weiterhin nur wenig in Anspruch genommen.

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub ist eine Sonderform des bezahlten Urlaubs, der für eine politische, berufliche oder allgemeine Weiterbildung eingesetzt werden kann. Um dem Missverständnis vorzubeugen, dass es sich dabei um einen Extra- oder Sonderurlaub zu Erholungszwecken handelt, wird er in einigen Bundesländern auch Bildungsfreistellung oder Bildungszeit genannt.

Im Prinzip hat jede*r Arbeitnehmer*in Anspruch auf diesen jährlichen Sonderurlaub. Allerdings gibt es je nach Bundesland bestimmte Einschränkungen für zum Beispiel Beamte, Auszubildende und Zivildienstleistende. Auch Voraussetzungen, Vorlaufszeiten und Fristen (für die Antragstellung) unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Was speziell für das Bundesland, in dem Sie arbeiten, gilt, können Sie auf unserer Übersichtsseite nachlesen:

https://www.biek-ausbildung.de/bildungsurlaub/bundeslaender/

Für was kann Bildungsurlaub eingesetzt werden?

Wie bereits oben geschrieben, kann der Anspruch auf Bildungsurlaub zu Weiterbildungszwecken eingesetzt werden.
Doch was heißt das jetzt konkret?

Allgemein gesagt, soll diese Weiterbildungsform der politischen, beruflichen oder allgemeinen Weiterbildung dienen oder der Qualifizierung zur Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten. Bildungsveranstaltungen zur beruflichen Weiterbildung müssen dabei zwar Kenntnisse für den ausgeübten Beruf vermitteln, allerdings brauchen diese Kenntnisse nicht zwingend zum Aufgabenfeld des betreffenden Mitarbeiters zu gehören. Wenn also jemand beispielsweise im Kundendienst tätig ist, braucht er oder sie nicht zwangsläufig einen Kommunikationskurs zu besuchen.

Nichtsdestotrotz sollen die im Bildungsurlaub vermittelten Kenntnisse im Beruf oder im jeweiligen Tätigkeitsbereich angewendet werden können, wobei auch ein Mindestnutzen für die Arbeitgeber zu erkennen sein soll. Darunter fallen beispielsweise Seminare zur Stressbewältigung. Schließlich werden in diesen Kursen relevante Kenntnisse vermittelt, anhand derer Sie anschließend – auf der Arbeit aber auch im Privatleben – besser mit Stress umgehen können.

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